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Manchmal
will man sie nicht sehen, die menschlichen Katastrophen in
unserer nächsten Umgebung, zumal wenn sie so treffend eingefangen
sind wie in der sechsten Staffel "Junger Dokumentarfilm".
Die Nachwuchsfilmer - Diplomanden und Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg
- porträtierten traumatisierte Jugendliche, Menschen in Abschiebehaft,
Krebspatienten oder auch eine Krisenmanagerin im entfernten Kabul. Auf
der Suche nach Halt sind auch die drei 17-jährigen Dorfjungen im
ersten Film von Silva von Gerlach. Mit Grunge-Musik und aufgeblasenen
Diskussionen in der Clique versuchen die Halbstarken, ihre Perspektivlosigkeit
in der öden Geranienidylle von Niedereschach im Schwarzwald zu
überspielen. Trotz einiger Längen versetzt der Film direkt
in den bodenlosen Übergangsraum zwischen Jugendlichsein und Erwachsenwerden |
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